Schutzanzüge und Bekleidung

 

Ausgehuniform

Die Uniform oder auch "Ausgehuniform" genannt ist, wie der Name schon sagt, unsere Kleidung  für besondere Anlässe. Abseits von Einsätzen wird sie zu dienstlichen oder festlichen Anlässen getragen. Beispiel: Feuersicherheitswachdienst (Brandwache), Festbesuchen oder bei der Jahreshauptversammlung.
Sie besteht aus einem hellblauen Hemd, einer Schirmmütze, einer schwarzen Krawatte sowie einer schwarzen Stoffhose. Die Uniformjacke ist dunkelblau, an Ihr werden Abzeichen von Ehrungen (Brust) sowie der Dienstgrad (am linken Unterarm) getragen.
Zur Uniform gehören außerdem schwarze Socken und schwarze Halbschuhe.

 
Jugendschutzanzug

Die persönliche Schutzausrüstung wird beim Ausbildungs- und Übungsdienst der Jugendgruppe getragen. Die Jugendschutzkleidung besteht aus: Jugendfeuerwehrhelm, Überjacke, Lederhandschuhe, Latzhose und Gummistiefel. Die Jugendschutzkleidung wird grundsätzlich von den Jugendlichen vom 12. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr während des Ausbildungs- und Übungsdienstes in der Jugendgruppe getragen. Ab dem vollendeten 16. Lebensjahr dürfen die Jugendlichen auch am Einsatzdienst teilnehmen, hierzu wird der Jugendfeuerwehrhelm gegen einen klassischen Feuerwehrhelm ausgetauscht. Die Jugendlichen dürfen allerdings nur außerhalb des Gefahrenbereiches eingesetzt werden. (Beim Brand maximal bis zum Verteiler, bei Verkehrsunfällen nur, wenn sichergestellt ist, dass kein fließender Verkehr mehr besteht)


Feuerwehrschutzkleidung

Die Beschaffenheit der Feuerschutzkleidung ist in der HuPF geregelt. HuPF ist die Abkürzung für: Herstellungs- und Prüfbeschreibung für universelle Feuerwehrschutzkleidung. Die Schutzziele sind: Wärmeschutz vor Strahlungswärme, Flammen, Funkenflug, Berühren heißer Teile usw. Weiterhin sind reflektierende Streifen auf Hose und Jacke aufgebracht, so dass der Feuerwehrmann auch in der Dunkelheit gut erkennbar ist. Hierdurch ist es möglich, bei Einsätzen der Technischen-Hilfeleistung (z.B. Einsatz auf der Autobahn), auf das Tragen einer Warnweste zu verzichten. Die Anordnung und die Größe der Reflektionsstreifen ist ebenfalls genauestens geregelt.

 

  

Atemschutz

Die Schutzkleidung der Feuerwehr im Brandeinsatz muss hohen äußeren Anforderungen stand halten. Z.B. Wärmeeinwirkung, Flammbeaufschlagung, Abrieb, Verschleiß, Nässe und muss den Feuerwehrangehörigen entsprechend schützen. Das Gewicht dieser Ausrüstung beläuft sich auf ca. 35 Kg. Die Ausrüstung eines Feuerwehrmannes für den Brandeinsatz besteht aus:
Brandschutzmantel und Brandschutzüberhose, Feuerwehrhelm mit Nackenschutz, Feuerwehrschutz-
handschuhe (NOMEX Handschuhe), Atemanschluss (Atemschutzmaske), Pressluftatmer, Feuerwehrsicher-
heitsgurt, Feuerwehrleine, Feuerwehraxt, Handlampe und Fluchthaube

 

 Hitzeschutz Form I

Den "geringsten Schutz" bietet die Form 1 sie besteht aus einer Kopfschutzhaube mit Schulterschutz welche über dem Helm getragen wird und ein goldbedampftes Sichtfenster hat. Ebenfalls zu dieser Form gehören gefütterte 5-Finger-Handschuhe mit langen Stulpen.

 

 

 

 

 

Hitzeschutz Form II

Die Form 2 bietet im Vergleich zur Form 1 einen "höheren Schutz".  Bestandteile dieser Form ist ein Mantel mit Kopfschutzhaube und integriertem Rucksack für das Atemschutzgerät. Ebenfalls gehören die aus der Form 1 schon bekannte goldbedampft Sichtscheibe sowie die gefütterten 5-Finger-Handschuhe mit langen Stulpen zur Ausstattung.

 

 

 

 

Hitzeschutz Form III

Der Hitzeschutzanzug ist dann in der Form 3 komplett und bietet nun den "größt möglichen Schutz". Die Form 3 ist zweiteilig und besteht aus einer Jacke mit Kopfschutzhaube und Rucksack für Atemschutzgeräte. Darunter trägt der Feuerwehrmann eine spezielle Latzhose mit hochgezogenem Rücken- und Vorderteil. Den Hitzeschutzanzug komplettieren ein Paar überziehstiefel und die bekannten 5-Finger-Handschuhe.

 

 

 

 

Schnittschutz

Bei Einsätzen, bei denen die Motorsäge zum Einsatz kommt, bedarf es einer speziellen Schutzkleidung, da die normale Brandschutzkleidung für diese Art von Einsätzen nicht ausgelegt ist und keinen geeigneten Schutz bietet. Dies beginnt bereits beim Schutzhelm, der aus Kunststoff gefertigt ist und über einen speziellen Gesichtsschutz sowie einen Gehörschutz verfügt.
In der Schnittschutzhose sind im Beinbereich vom Knöchel bis zur Hüfte zwischen den äußeren und inneren Hosenstoffen eine Schicht aus lose verwebten, sehr langen, feinen, reißfesten Fäden eingearbeitet bzw. nur eingelegt. Bei Berührung zerschneidet die Kette der Motorsäge den Oberstoff und nimmt aus der Schutzschicht die Fäden auf, die sich dann um das Antriebsrad der Motorsäge wickeln und die Maschine in Sekundenbruchteilen blockieren. Ein hundertprozentiger Schutz ist                                                                   aber auch hier nicht gegeben.

 

Mineralölschutzkleidung

Für Einsätze mit Mineralölprodukten steht ein besonderer Mineralölschutzanzug zur Verfügung. Somit kann bei Einsätzen mit Heizöl, Diesel oder Benzin auf den Einsatz des CSA verzichtet werden. Die Bekleidung ist 2 teilig, bestehend aus Hose, Jacke und Kopfhaube. Sie ist flüssigkeitsdicht und flammhemmend. Ebenso kann bei Bedarf ein Atemschutzgerät getragen werden.

 

 

 

 

 

 

 

Chemikalienschutzanzug (CSA)

Der Chemikalienschutzanzug (CSA) kommen bei Gefahrgutunfällen zum Einsatz. Der Träger des CSA ist dabei komplett von seiner Umwelt isoliert und kann somit auch in radiologisch, chemisch oder bakteriologisch kontaminierten Gebieten arbeiten. Zur Atemluftversorgung trägt der CSA-Träger einen Pressluftatmer auf dem Rücken. Die Einsatzzeit ist für den Träger des CSA aufgrund der hohen körperlichen wie psychischen Belastung auf maximal 20 bis 25 Minuten begrenzt. Hinzu kommt noch die Zeit, die für die Dekontamination des Trägers benötigt wird. Ein weiterer begrenzender Einfluss ist die eingeschränkte Beständigkeit gegenüber den diversen Chemikalien.Der CSA ist nicht gegen alle Stoffe resistent. Vor jedem Einsatz sollte die vom Hersteller mitgelieferte Beständigkeitsliste gegen den vorhandenen Gefahrstoff abgeglichen werden. Auch sollte Wärmestrahlung sowie die zum Beispiel beim Austritt von Gasen mögliche Vereisung durch Kälte unbedingt vermieden werden. Genauso wie scharfe Kanten kann dies zur Beschädigung des Materials und somit zur Kontamination des Trägers führen.

Insektenschutzanzug

Eigentlich ist es ein Widerspruch, dass die Feuerwehr den Nützlingen (Wespen) zu Leibe rückt. Doch manchmal lässt es sich nicht vermeiden. Und weil das die Wespen nun gar nicht lustig finden, benötigt die Feuerwehr hierfür einen speziellen Schutzanzug, um sich vor Stichen zu schützen. Die Feuerwehr wird allerdings erst auf Anweisung des Landratsamtes tätig, das zuvor den Sachverhalt genau prüft.

 

 

 

 

Flughelfer

Der Feuerwehr-Flughelfer ist ein im Umgang mit Luftfahrzeugen ausgebildeter und speziell ausgerüsteter Feuerwehrmann, welcher die Besatzungen und das Bodenpersonal von Luftfahrzeugen, die für Feuerwehren eingesetzt werden, unterstützt.

 

 

 

 

First Responder

Helfer vor Ort oder auch First Responder ist eine Ergänzung der Rettungskette. Ein Helfer vor Ort ist eine mindestens in Erster Hilfe und Notfallmaßnahmen ausgebildete Person, die bei Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen eines Rettungsmittels mit qualifizierten basismedizinischen Maßnahmen überbrücken soll. Ersthelfer dagegen bezeichnet jeden, der zufällig bei einem Unfall anwesend ist und Hilfe leistet, insbesondere Laien.

 

 

 

 

Feuerwehrtaucher

Das Tauchen bei der Feuerwehr unterscheidet sich sehr stark vom Sporttauchen. Während die meisten Sporttaucher zum Tauchen ein möglichst warmes und klares Gewässer bevorzugen, können sich Feuerwehrtaucher Ihre Tauchgewässer in den meisten Fällen nicht aussuchen. Meistens tauchen wir bei “Nullsicht” direkt über dem Grund und suchen nach Gegenständen oder Menschen. Oft gehört auch die Bergung von größeren Gegenständen wie z.B. Fahrzeugen zu unseren Aufgaben. Fast immer sind wir dabei nur auf unseren Tastsinn angewiesen. Bei der Suche nach Personen bleibt in den meisten Fällen nur die Bergung, da vom Eintreten des Notfalls bis zum Eintreffen der ersten Taucher am Einsatzort in der Regel zuviel Zeit vergeht, um einen Ertrinkenden noch retten zu können. Trotzdem setzen wir immer alles daran, um möglichst schnell am Einsatzort zu sein. Unsere wichtigste Orientierungshilfe beim Tauchen ist für uns die Signalleine, denn im Gegensatz zu Sporttauchern, die in den meisten Fällen mindestens zu zweit tauchen gehen, tauchen wir in der Regel alleine und sind nur über eine Signalleine mit unserem Signalmann verbunden. Durch eine stramme Leinenführung und die Verständigung über Leinenzugsignale, weiß der Taucher in welche Richtung er tauchen soll. Ein Tauchtrupp besteht aus drei Personen: Dem Taucher, dem Signalmann und einem Sicherungstaucher, der dem Taucher im Notfall zur Hilfe eilen kann. Die Einsatzleitung obliegt dem Tauchereinsatzführer.

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